Zündholzmuseum Grafenwiesen e.V.
 
   

Zündholzgeschichte Grafenwiesens

In Grafenwiesen, im Tal des Weißen Regen, zwischen den Bergen Hoher Bogen und Kaitersberg, gab es bereits seit 1878 die sog. „Zündholztunke“ Ellmann, die ab 1908 durch die Zündholzfabrik Hubloher weitergeführt wurde.

Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise 1929/30 kaufte der Ingenieur Robert Czerweny von Arland die Firma, gründete die Zündholzfabrik „Allemann AG“ und baute sie kontinuierlich aus.

Als am 26. Oktober 1929 das Deutsche Reich bei dem schwedischen Zündholzkonzern STAB (Zündwarenkönig Ivar Kreuger) eine Anleihe von 125 Millionen Goldmark aufnahm, machte der Konzern zur Auflage, den deutschen Markt mit Hilfe eines Zündwarenmonopols gegen Billigimporte abzuschotten.
Das Monopol regelte Produktion und Verkauf.
Die Firma Allemann kaufte sich in das Monopol ein und produzierte unter den Kennungsnummern 305 (Haushaltsware) und 295 (Welthölzer).
 
Später gründete die Fa. Allemann in Grafenwiesen ein Zweigwerk zur Herstellung von Spankörben für Obst und Fisch.

Das Monopol lief 1983 aus, und nun waren Billigimporte aus dem Ausland nicht mehr aufzuhalten. Außerdem verdrängte das Feuerzeug immer mehr das traditionelle Streichholz.

Die Firma Allemann stellte bereits rechtzeitig ab den 70-er Jahren seine Produktion um auf Türen und Tore für landwirtschaftliche Betriebe und auf Haustüren für Wohnbauten.

1985 wurde die Herstellung von Streichhölzern in Grafenwiesen endgültig eingestellt.