Zündholzmuseum Grafenwiesen e.V.
 
   

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„Die bunte Welt der Phillumenie“ – Zündholzsammler aus ganz Deutschland zu Gast in Grafenwiesen
Eröffnung der Sonderausstellung am 4. April, Großes Sammlertreffen im Oktober

Das Zündholzmuseum Grafenwiesen präsentiert jedes Jahr eine Sonderausstellung. In der Regel wird diese aus dem umfangreichen eigenen Sammlungsbestand bestückt. Für die Museumssaison 2012 konnte allerdings ein besonderer, in Sammlerkreisen bekannter Ausstellungspartner gefunden werden. Die Phillumenistische Gesellschaft e. V. ist mit einer eigenen Ausstellung zu Gast im „Ersten deutschen Zündholzmuseum“.
 
Mit vielfältigen Aktivitäten hat das Spezialmuseum in Grafenwiesen das Interesse der größten Sammlervereinigung für Zündhölzer im deutschsprachigen Raum auf sich gelenkt. Schon seit einiger Zeit bestehen gute Kontakte zwischen Grafenwiesen und Berlin, dem Hauptsitz der Gesellschaft. Im vergangenen Jahr konnte dieser Austausch nun intensiviert und eine Zusammenarbeit vereinbart werden. Ab 5. April zeigen Mitglieder der Sammlervereinigung Ausschnitte aus ihren vielfältigen Kollektionen. Darunter befinden sich begehrte Sammlerstücke, Zündholzetiketten, Briefchen oder Sonderformate von Zündholzschachteln in limitierter Edition.

Eiffelturm und Schloss Neuschwanstein aus Zündhölzern
(Eiffelturm und Schloß Neuschwanstein aus Zündhölzern)

Am 6. und 7. Oktober 2012 finden schließlich in der Aula der Volksschule Grafenwiesen die „Großtauschtage“ der Phillumenistischen Gesellschaft statt, zu der Sammlerinnen und Sammler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, aber auch aus der Tschechischen Republik erwartet werden. Anlässlich dieses Treffens gibt die Phillumenistische Gesellschaft zusammen mit dem Museum eigens eine Sonderserie von Zündholzschachteln heraus, die auch im Museum erworben werden kann.

Erste Zusammenschlüsse von Zündholzsammlern gab es bereits 1946, also kurz nach Ende des  Zweiten Weltkriegs. Die Phillumenistische Gesellschaft e. V. wurde am 1. April 1959 gegründet, in ihr sind aktuell 180 „Freunde des Lichts“, wie man „Phillumenisten“ wörtlich übersetzen könnte, organisiert. So wie sich die Philatelisten dem Briefmarkensammeln verschrieben haben, befassen sich die Phillumenisten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern mit dem Zündholz und seiner Verpackung. Bei ihnen dreht sich alles um Zündholzetiketten und Zündholzschachteln, um Briefchen und Behälter oder um Literatur zur Geschichte und Technik der Feuererzeugung. Die Sammlervereinigung gibt seit 1959 regelmäßig eine eigene Vereinszeitschrift und spezielle Kataloge für Sammler heraus. Sie organisiert regionale Sammlertreffen und größere überregionale „Großtauschtage“. Eingefleischte Zündholzsammler legen oft weite Strecken zurück, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen Da man bisher den süddeutschen Raum kaum berücksichtigt hatte, lag es für die Vorstandschaft der Gesellschaft, Jürgen Behnke und Reinert Tews, nahe, sich einmal in Grafenwiesen zusammenzufinden, wo das Zündholz seit vielen Jahrzehnten eine zentrale Bedeutung hat, zunächst als industrielles Produkt, seit 2007 schließlich als Museumsgut.

Eröffnet wird die Ausstellung im Zündholzmuseum Grafenwiesen am Mittwoch, den 4. April 2012, um 16 Uhr.

Weitere Infos zur Phillumenistischen Gesellschaft unter www.matchcover.de